Website & Buchung

Reisebüro-Website: Was sie können muss und was sie kostet

Von der Redaktion eniyan
Stand: 14.10.2026 · zuletzt geprüft: 14.10.2026 · ca. 6 Minuten Lesezeit
Kurz gesagt

Eine Reisebüro-Website muss heute vor allem auf dem Handy schnell und klar funktionieren, zeigen, wer hinter dem Büro steht, und den nächsten Schritt leicht machen: anrufen, Termin buchen, schreiben oder direkt online buchen. Die Kosten bestehen aus einer einmaligen Einrichtung, laufenden Kosten für Betrieb, Wartung und Software und Deiner eigenen Zeit für die Pflege; ein Buchungssystem kommt als eigener Posten dazu. Vergleiche Angebote deshalb immer über mehrere Jahre und mit allen Posten, nicht nur nach dem Einrichtungspreis.

Was eine Reisebüro-Website heute leisten muss

Oft ist die Website nicht der erste Kontakt: Viele sehen zuerst Dein Google-Profil oder einen Beitrag auf Instagram und klicken dann weiter. Auf der Website wollen sie in wenigen Sekunden drei Dinge klären: Seid Ihr die Richtigen für meine Reise? Kann ich Euch vertrauen? Wie komme ich am schnellsten weiter?

Daraus ergibt sich die Pflichtliste:

Was rechtlich auf die Website gehört

Ein kurzer Überblick (Orientierung, Stand Oktober 2026, keine Rechtsberatung; im Einzelfall Kanzlei oder Verband fragen):

Mit oder ohne Buchungssystem?

Die wichtigste Entscheidung ist nicht das Design, sondern die Frage, ob Kund:innen auf Deiner Website buchen können sollen.

Ohne Buchungssystem ist die Website eine Visitenkarte mit Angeboten. Kund:innen rufen an, schreiben oder kommen vorbei. Das reicht, wenn fast alle Buchungen über die persönliche Beratung laufen.

Mit Buchungssystem (Internet Booking Engine, kurz IBE) suchen Kund:innen Hotels, Pauschalreisen oder Kreuzfahrten mit aktuellen Preisen und buchen selbst, auch abends und am Wochenende. Für die Beratung heißt das: Statt eines PDFs, das nach zwei Tagen veraltet ist, schickst Du einen Link zu Angeboten mit aktuellen Preisen.

Ein Buchungssystem lohnt sich vor allem, wenn Du online neue Kund:innen erreichen willst, Deine Stammkund:innen auch außerhalb der Öffnungszeiten buchen möchten oder Du Angebote häufig per Link verschickst.

Drei Wege im Vergleich

Drei Wege im Vergleich
Baukasten, selbst gebaut Agentur, individuell Branchenlösung mit Buchungssystem
Einmalige Kosten gering mittel bis hoch mittel
Laufende Kosten gering je nach Wartungsvertrag Monatspreis, oft plus Umsatzanteil
Deine Zeit hoch (Bau und Pflege) mittel (Abstimmung) gering bis mittel
Online buchbar meist nur per Einbindung, wenn überhaupt nur mit zusätzlicher Buchungslösung ja
Passt, wenn … Du gern selbst baust und keine Buchung brauchst Du einen sehr eigenen Auftritt willst Du online verkaufen willst, ohne Technik selbst zu betreuen

Die Kostenposten im Überblick

Egal, welchen Weg Du gehst: Rechne mit diesen Posten und vergleiche sie über mindestens drei Jahre.

Die Kostenposten im Überblick
Posten Einmalig oder laufend Worauf Du achten solltest
Einrichtung, Design, Seiten einmalig Wie viele Seiten sind enthalten? Wer schreibt die Texte?
Domain, Hosting, Sicherheitsupdates laufend Läuft die Domain auf Dein Büro?
Wartung und Änderungen laufend Sind Änderungen enthalten oder kostet jede extra?
Buchungssystem laufend Monatspreis, Umsatzanteil, welche Veranstalter sind angebunden?
Fotos und Texte einmalig und laufend Hast Du Nutzungsrechte für alle Bilder?
Rechtstexte und Einwilligungs-Banner einmalig und laufend Wer hält sie aktuell?
Deine Pflegezeit laufend Wer im Team ist zuständig, wie viele Stunden im Monat?

Zum Vergleich ein konkretes Preismodell: eniyanWAVE, unsere Website mit integriertem Buchungssystem, kostet einmalig 2.990 € Einrichtung und 269 € pro Monat, dazu 1 % des Buchungsumsatzes je über die Website getätigter Buchung (alle Preise netto zzgl. MwSt.). Angenommen, über die Website laufen in einem Monat Buchungen für 10.000 €, dann kommen in diesem Monat 100 € Umsatzanteil hinzu. Das Beispiel ist eine Rechnung mit einer angenommenen Zahl, keine Erfahrungsangabe.

Fragen an jeden Anbieter

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für ein Reisebüro?

Das hängt vom Weg ab: Ein selbst gebauter Baukasten kostet wenig Geld, aber viel Zeit, eine Agentur-Website kostet einmalig mehr, eine Branchenlösung mit Buchungssystem hat meist einen Monatspreis und oft einen Umsatzanteil. Vergleiche immer alle Posten über mehrere Jahre, nicht nur die Einrichtung.

Braucht ein Reisebüro eine Buchungsmaschine auf der Website?

Nicht zwingend. Sie lohnt sich, wenn Du online neue Kund:innen erreichen, auch außerhalb der Öffnungszeiten verkaufen oder Angebote als Link mit aktuellen Preisen verschicken willst. Läuft fast alles über die persönliche Beratung, reicht eine gute Website mit klaren Kontaktwegen.

Muss meine Reisebüro-Website barrierefrei sein?

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Websites, über die Verbraucher:innen Verträge abschließen können. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung.

Was muss rechtlich auf eine Reisebüro-Website?

Mindestens ein Impressum nach dem Digitale-Dienste-Gesetz, eine Datenschutzerklärung und eine Einwilligungsabfrage für Cookies und Tracking, die nicht unbedingt nötig sind. Wer Pauschalreisen online buchbar macht, muss zusätzlich die gesetzlichen Reiseinformationen bereitstellen. Im Einzelfall Kanzlei oder Verband fragen.

Worauf sollte ich bei einem Website-Angebot achten?

Auf alle laufenden Kosten, die Vertragslaufzeit, wem die Domain gehört, ob Du Inhalte selbst ändern kannst und welche Veranstalter im Buchungssystem angebunden sind. Lass Dir eine Beispiel-Website zeigen, die Du selbst durchklicken kannst.

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