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Google-Unternehmensprofil fürs Reisebüro: Schritt für Schritt zu mehr Anfragen

Von der Redaktion eniyan
Stand: 14.10.2026 · zuletzt geprüft: 14.10.2026 · ca. 6 Minuten Lesezeit
Kurz gesagt

Das Google-Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag Deines Reisebüros in der Google-Suche und in Google Maps. Wer „Reisebüro in der Nähe“ sucht, sieht dort Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos und Deine Beiträge, oft bevor er Deine Website öffnet. Bestätige das Profil, pflege Grunddaten und Sonderöffnungszeiten, bitte alle Kund:innen um eine ehrliche Bewertung und antworte auf jede; Bewertungen gegen Geschenke oder Rabatte verbietet Google.

Warum das Profil fürs Reisebüro zählt

Oft beginnt der Weg ins Reisebüro mit einer Suche auf dem Handy. Noch vor der Website sehen viele dann die Profile: Wer hat heute noch offen, wer ist gut bewertet, wie sieht es dort aus? Ein gepflegtes Profil beantwortet genau diese Fragen.

Google nennt drei Faktoren, nach denen lokale Ergebnisse sortiert werden: Relevanz (passt das Profil zur Suche?), Entfernung und Bekanntheit. In die Bekanntheit fließt laut Google auch ein, wie viele Rezensionen und positive Bewertungen ein Unternehmen hat. Kaufen lässt sich ein besseres Ranking im Unternehmensprofil nicht, auch nicht gegen Bezahlung. Du kannst es nur verdienen: mit vollständigen, richtigen Angaben und aktiver Pflege.

Schritt 1: Profil übernehmen und bestätigen

Prüfe zuerst, ob es Dein Reisebüro bei Google schon gibt. Manchmal gibt es schon einen Eintrag, etwa weil eine frühere Kollegin ihn eingerichtet hat. Dann beanspruchst Du ihn, statt einen zweiten anzulegen.

Damit Du Name oder Öffnungszeiten ändern und auf Bewertungen antworten kannst, muss das Profil bestätigt sein. Welche Wege angeboten werden, entscheidet Google: zum Beispiel Telefon oder SMS, E-Mail, ein Video vom Büro oder eine Postkarte mit Code. Das Bestätigungsvideo nimmst Du live in einem Stück auf, vorab aufgezeichnete Videos lässt Google nicht zu. Es zeigt, wo Dein Büro liegt und dass Du es verwalten darfst.

Tipp: Lege das Profil mit einem Google-Konto des Büros an, nicht mit dem privaten Konto einer Mitarbeiterin. Weitere Personen fügst Du als Verwalter:innen hinzu. So bleibt der Zugang im Büro, wenn jemand geht.

Schritt 2: Die Grunddaten richtig setzen

Schritt 3: Fotos, die zeigen, wie es bei Dir ist

Wer ein Reisebüro sucht, will sehen, wer berät. Zeig deshalb nicht nur Strände, sondern Dein Büro und Dein Team. Google empfiehlt Außen- und Innenaufnahmen, Fotos bei der Arbeit und Fotos der Mitarbeitenden, jeweils mindestens drei.

Für Urlaubsbilder gilt dasselbe wie auf Instagram: nur Fotos mit Nutzungsrechten, keine Bilder aus Katalogen oder dem Internet.

Schritt 4: Beiträge veröffentlichen

Im Profil kannst Du Beiträge veröffentlichen: Aktuelles, Angebote und Veranstaltungen. Sie erscheinen direkt im Profil, also bei Menschen, die gerade nach einem Reisebüro suchen. Gute Anlässe sind ein Infoabend, ein Frühbucher-Thema, geänderte Öffnungszeiten oder eine neue Kollegin.

Zwei Regeln aus der Praxis:

Wer das nicht selbst machen will: Bei eniyanSPLASH erstellt unser Team laufend Beiträge im Look Deines Büros und veröffentlicht sie auf Facebook, Instagram und in Deinem Google-Unternehmensprofil.

Schritt 5: Bewertungen sammeln und beantworten

Bewertungen schaffen Vertrauen und zählen laut Google auch für das lokale Ranking. So gehst Du vor:

  1. Alle fragen, nicht nur die Zufriedenen. Google stellt Dir im Profil einen Link und einen QR-Code für Rezensionen bereit. Leg den QR-Code an den Tresen. Bevor Du den Link per Mail verschickst, lies den Hinweis unten.
  2. Keine Gegenleistung. Rabatte, Gutscheine oder Geschenke für Bewertungen sind nach den Google-Richtlinien verboten. Ebenso darfst Du nicht gezielt nur zufriedene Kund:innen um eine positive Bewertung bitten.
  3. Jede Bewertung beantworten. Deine Antwort erscheint öffentlich als Antwort des Unternehmens. Bedanke Dich kurz, bei Kritik sachlich: Verständnis zeigen, nichts Persönliches aus der Buchung nennen, Gespräch anbieten.
  4. Keine gekauften oder eigenen Bewertungen. Bewertungen von Mitarbeitenden, früheren Mitarbeitenden oder Familienangehörigen gelten bei Google als Interessenkonflikt und sind nicht erlaubt. Gefälschte Bewertungen abzugeben oder in Auftrag zu geben, verbietet auch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ausdrücklich.

Wichtig bei E-Mails: Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass eine Bitte um Teilnahme an einer Kundenzufriedenheitsbefragung per E-Mail Werbung ist, auch wenn sie in der Mail mit der Rechnung steht (Az. VI ZR 225/17). Ohne Einwilligung ist eine solche Mail danach grundsätzlich unzulässig, es sei denn, die Kundin wurde bei der Erhebung ihrer Adresse und bei jeder Verwendung darauf hingewiesen, dass sie der Werbung jederzeit widersprechen kann. Die Bitte am Tresen oder per QR-Code ist der unkomplizierteste Weg. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung; im Einzelfall hilft eine Kanzlei.

Schritt 6: Leistung messen

Unter „Leistung“ zeigt Dir Google, wie Menschen Dein Profil finden und was sie tun: Suchanfragen, Aufrufe, Anrufe, Routen und Klicks auf Deine Website. Schau einmal im Monat hinein. Steigen die Anrufe nach einer Aktion? Fragen viele nach der Route? Daraus lernst Du mehr als aus jeder Faustregel.

Dein Pflegeplan

Dein Pflegeplan
Wann Was Dauer (Schätzung)
wöchentlich neue Bewertungen beantworten, einen Beitrag veröffentlichen 15–20 Minuten
monatlich „Leistung“ ansehen, zwei, drei neue Fotos 20 Minuten
vor Feiertagen Sonderöffnungszeiten eintragen 5 Minuten
jährlich Name, Kategorie, Beschreibung, Links und Verwalter:innen prüfen 30 Minuten

Typische Fehler

Häufige Fragen

Was kostet das Google-Unternehmensprofil?

Das Profil selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Du zusätzlich Werbung bei Google schaltest oder die Pflege abgibst.

Darf ich Kund:innen für eine Google-Bewertung einen Gutschein geben?

Nein. Google verbietet Anreize wie Rabatte, Gutscheine oder Geschenke für Rezensionen. Bitte um ehrliche Bewertungen, und zwar alle Kund:innen, nicht nur die zufriedenen.

Wie antworte ich auf eine schlechte Bewertung?

Sachlich und zeitnah: bedanken, Verständnis zeigen, ein Gespräch anbieten. Nenne keine Details aus der Buchung, denn Deine Antwort ist öffentlich als Antwort des Unternehmens zu sehen.

Darf ich Telefonnummern in Google-Beiträge schreiben?

Besser nicht. Laut Google werden Beiträge mit einer Telefonnummer im Text unter Umständen abgelehnt. Nutze den Knopf „Jetzt anrufen“, der die bestätigte Nummer aus dem Profil verwendet.

Wie oft sollte ein Reisebüro im Unternehmensprofil posten?

Ein aktueller Beitrag pro Woche oder alle zwei Wochen ist ein guter Rhythmus. Wichtiger als die Menge ist, dass die Angaben stimmen und das Profil sichtbar gepflegt wirkt.

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