Poste vor allem, was nur Dein Reisebüro erzählen kann: konkrete Angebote mit Zeitraum und Preis, Hotel- und Zielgebietstipps aus eigener Erfahrung, die Menschen aus Deinem Team, Veranstaltungen im Büro – und dazwischen Inspiration, die Lust aufs Reisen macht. Wichtiger als die Menge ist die Regelmäßigkeit: Drei gute Beiträge pro Woche, die Du ein Jahr lang durchhältst, bringen mehr als zehn in einer Woche und danach Funkstille.
Warum Reisebüros anders posten müssen als Reiseportale
Große Reiseportale und Veranstalter haben Werbebudgets, von denen ein Reisebüro nur träumen kann. Mit schönen Strandfotos allein gewinnst Du diesen Wettbewerb nicht. Dein Vorteil ist ein anderer: Du bist ein Mensch, Du bist vor Ort, und Du warst selbst in den Hotels, die Du empfiehlst.
Genau das sollte auf Deinen Kanälen sichtbar werden. Wer Deinem Reisebüro folgt, will nicht nur ein Angebot sehen, sondern wissen: Kann ich diesen Leuten vertrauen? Kennen die sich aus? Und sind die erreichbar, wenn etwas schiefgeht? Jeder Beitrag ist eine kleine Antwort auf diese Fragen.
Die sechs Beitragsarten, die im Reisebüro funktionieren
Konkrete Angebote
Ein Hotel, ein Reisezeitraum, ein Preis ab, ein klarer nächster Schritt („Schreib uns per WhatsApp“). Je konkreter, desto besser. „Traumurlaub auf Mallorca“ ist austauschbar, „7 Nächte im Familienhotel an der Cala d’Or, Herbstferien, Kinderclub ab 4 Jahren“ nicht.
Wichtig: Nur Angaben verwenden, die wirklich in der Hotelbeschreibung oder im Angebot stehen.Tipps aus eigener Erfahrung
Du warst auf Inforeise, eine Kollegin kommt gerade aus Dubai zurück, ein Stammkunde schwärmt von seiner Flusskreuzfahrt: Das ist Gold. Ein Satz wie „Unser Tipp: Zimmer zur Lagune buchen, die zur Straße sind lauter“ zeigt Kompetenz, die kein Portal hat.
Menschen aus Deinem Team
Beiträge mit Gesichtern bauen Vertrauen auf. Stell Dein Team vor, zeig den Lieblingsort jeder Kollegin, gratuliere zum Dienstjubiläum. Wer Dich schon „kennt“, kommt leichter ins Büro.
Veranstaltungen und Neuigkeiten
Kreuzfahrt-Abend, Reisevortrag, neue Öffnungszeiten, neue Kollegin, Frühbucher-Start: Das ist lokal, aktuell und gibt einen Grund, vorbeizukommen.
Inspiration und Fernweh
Reiseziele der Saison, die schönsten Herbstziele, Wintersonne in fünf Flugstunden. Diese Beiträge bringen Reichweite, sollten aber nicht die Mehrheit sein – sonst wirst Du austauschbar.
Kundenstimmen und Urlaubsgrüße
Ein Foto aus dem Urlaub mit einem Dank an Dein Team ist die beste Werbung.
Aber: nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Kund:innen, schriftlich und für genau diesen Zweck.
Der richtige Mix
Als Faustregel für ein Reisebüro (Vorschlag, kein Gesetz):
Zum Mix gehört auch der Takt im Jahr. Das touristische Jahr gibt die Themen vor: Frühbucher im Winter, Sommerferien im Frühjahr, Herbstferien im Sommer, Fernreisen und Weihnachten im Herbst. Wer das in einem Themenkalender festhält, muss sich nie wieder fragen, was er diese Woche posten soll.
Welche Kanäle für Dein Reisebüro?
Instagram ist für Inspiration und jüngere Zielgruppen wichtig. Reels und Karussells (mehrere Bilder zum Wischen) erreichen dort meist mehr Menschen als einzelne Fotos.
Facebook erreicht viele Stammkund:innen und eignet sich gut für Veranstaltungen und lokale Neuigkeiten.
Das Google-Unternehmensprofil wird oft vergessen, ist aber der Kanal mit der höchsten Kaufabsicht: Wer in Deiner Stadt nach einem Reisebüro sucht, sieht Deine Beiträge direkt neben Öffnungszeiten und Bewertungen.
Weitere Kanäle wie TikTok, Pinterest oder LinkedIn lohnen sich, wenn Du dort eine klare Zielgruppe hast und regelmäßig liefern kannst. Lieber zwei Kanäle gut als fünf halb.
Wie oft solltest Du posten?
Für die meisten Reisebüros sind drei Beiträge pro Woche ein guter Start. Ein einfacher Wochenplan:
- Montagein konkretes Angebot
- Mittwochein Tipp aus eigener Erfahrung oder ein Team-Beitrag
- FreitagInspiration fürs Wochenende, gern als Reel
Dazu Stories, wann immer im Büro etwas passiert. Entscheidend ist nicht die perfekte Zahl, sondern dass Du sie durchhältst – auch in der Hochsaison, wenn im Büro am meisten los ist.
Was Du besser lässt
- Nichts erfinden. Kein Pool, den das Hotel nicht hat, kein „direkt am Strand“, wenn es 800 Meter sind. Eine enttäuschte Kundin erzählt es weiter.
- Keine Preise ohne Bedingungen. Wenn Du Preise an Privatkund:innen nennst, gelten die Regeln der Preisangabenverordnung; in der Regel gehört der Gesamtpreis mit allen Pflichtkosten dazu. Im Zweifel bei Deinem Verband oder einer Rechtsberatung nachfragen.
- Keine fremden Bilder ohne Rechte. Fotos aus dem Internet oder aus Veranstalterkatalogen sind nicht automatisch für Dein Instagram freigegeben. Prüfe die Nutzungsbedingungen oder nutze eigene und lizenzierte Bilder.
- Vorsicht mit Musik in Reels. Firmenkonten dürfen auf Instagram nicht die gesamte Musikbibliothek nutzen. Nimm die freigegebene Sammlung der Plattform oder Musik mit eigener Lizenz.
- Keine reine Veranstalterwerbung. Fertige Veranstalter-Posts sind praktisch, aber ohne Deinen eigenen Blick sieht Dein Kanal aus wie hundert andere.
- Keine Kundendaten ohne Einwilligung. Das gilt für Fotos, Namen und Zitate.
So sparst Du Zeit
Der größte Zeitfresser ist nicht das Posten, sondern das Nachdenken: Was poste ich, woher nehme ich Bild und Text? Drei Hebel helfen:
- Themen im Blick behalten. Ein Themenkalender mit Schwerpunkten pro Monat nimmt Dir die tägliche Ideensuche ab.
- Aus Quellen arbeiten. Angebotsseiten, Veranstalter-PDFs und Hotelbeschreibungen enthalten die Fakten schon. Daraus einen Beitrag zu machen, geht schneller als von null zu starten.
- Abgeben, was Du nicht selbst machen musst. Viele Büros lassen die Grundversorgung mit Beiträgen erledigen und posten selbst nur, was persönlich ist.
Bei eniyan gibt es beides: Mit eniyanSPLASH erstellt unser Team laufend aktuelle Beiträge im Look Deines Büros, gibt sie frei und veröffentlicht sie auf Facebook, Instagram und in Deinem Google-Unternehmensprofil. Mit SPLASH Studio, derzeit in der Pilotphase, machst Du aus einem Link, einem PDF oder ein paar Stichworten in fünf Schritten selbst einen fertigen Beitrag – und es kommt nur hinein, was in der Quelle steht.