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Social Media fürs Reisebüro: Was Du wirklich posten solltest

Von der Redaktion eniyan
Stand: 13.10.2026 · zuletzt geprüft: 13.10.2026 · ca. 6 Minuten Lesezeit
Kurz gesagt

Poste vor allem, was nur Dein Reisebüro erzählen kann: konkrete Angebote mit Zeitraum und Preis, Hotel- und Zielgebietstipps aus eigener Erfahrung, die Menschen aus Deinem Team, Veranstaltungen im Büro – und dazwischen Inspiration, die Lust aufs Reisen macht. Wichtiger als die Menge ist die Regelmäßigkeit: Drei gute Beiträge pro Woche, die Du ein Jahr lang durchhältst, bringen mehr als zehn in einer Woche und danach Funkstille.

Warum Reisebüros anders posten müssen als Reiseportale

Große Reiseportale und Veranstalter haben Werbebudgets, von denen ein Reisebüro nur träumen kann. Mit schönen Strandfotos allein gewinnst Du diesen Wettbewerb nicht. Dein Vorteil ist ein anderer: Du bist ein Mensch, Du bist vor Ort, und Du warst selbst in den Hotels, die Du empfiehlst.

Genau das sollte auf Deinen Kanälen sichtbar werden. Wer Deinem Reisebüro folgt, will nicht nur ein Angebot sehen, sondern wissen: Kann ich diesen Leuten vertrauen? Kennen die sich aus? Und sind die erreichbar, wenn etwas schiefgeht? Jeder Beitrag ist eine kleine Antwort auf diese Fragen.

Die sechs Beitragsarten, die im Reisebüro funktionieren

  1. Konkrete Angebote

    Ein Hotel, ein Reisezeitraum, ein Preis ab, ein klarer nächster Schritt („Schreib uns per WhatsApp“). Je konkreter, desto besser. „Traumurlaub auf Mallorca“ ist austauschbar, „7 Nächte im Familienhotel an der Cala d’Or, Herbstferien, Kinderclub ab 4 Jahren“ nicht.

    Wichtig: Nur Angaben verwenden, die wirklich in der Hotelbeschreibung oder im Angebot stehen.
  2. Tipps aus eigener Erfahrung

    Du warst auf Inforeise, eine Kollegin kommt gerade aus Dubai zurück, ein Stammkunde schwärmt von seiner Flusskreuzfahrt: Das ist Gold. Ein Satz wie „Unser Tipp: Zimmer zur Lagune buchen, die zur Straße sind lauter“ zeigt Kompetenz, die kein Portal hat.

  3. Menschen aus Deinem Team

    Beiträge mit Gesichtern bauen Vertrauen auf. Stell Dein Team vor, zeig den Lieblingsort jeder Kollegin, gratuliere zum Dienstjubiläum. Wer Dich schon „kennt“, kommt leichter ins Büro.

  4. Veranstaltungen und Neuigkeiten

    Kreuzfahrt-Abend, Reisevortrag, neue Öffnungszeiten, neue Kollegin, Frühbucher-Start: Das ist lokal, aktuell und gibt einen Grund, vorbeizukommen.

  5. Inspiration und Fernweh

    Reiseziele der Saison, die schönsten Herbstziele, Wintersonne in fünf Flugstunden. Diese Beiträge bringen Reichweite, sollten aber nicht die Mehrheit sein – sonst wirst Du austauschbar.

  6. Kundenstimmen und Urlaubsgrüße

    Ein Foto aus dem Urlaub mit einem Dank an Dein Team ist die beste Werbung.

    Aber: nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Kund:innen, schriftlich und für genau diesen Zweck.

Der richtige Mix

Als Faustregel für ein Reisebüro (Vorschlag, kein Gesetz):

Vorschlag für den Beitragsmix im Reisebüro
Beitragsart Anteil Beispiel
Angeboteetwa ein Drittel„Herbstferien an der Algarve, 7 Nächte, ab … €“
Tipps aus eigener Erfahrungetwa ein Fünftel„Drei Dinge, die wir auf der Inforeise gelernt haben“
Team und Büroetwa ein Fünftel„Unsere Kollegin stellt sich vor – ihr Lieblingsziel ist Island“
Veranstaltungen und Neuigkeitenje nach Anlass„Kreuzfahrt-Abend am Donnerstag“
Inspirationder Rest„Wintersonne: fünf Ziele unter sechs Flugstunden“

Zum Mix gehört auch der Takt im Jahr. Das touristische Jahr gibt die Themen vor: Frühbucher im Winter, Sommerferien im Frühjahr, Herbstferien im Sommer, Fernreisen und Weihnachten im Herbst. Wer das in einem Themenkalender festhält, muss sich nie wieder fragen, was er diese Woche posten soll.

Welche Kanäle für Dein Reisebüro?

Instagram ist für Inspiration und jüngere Zielgruppen wichtig. Reels und Karussells (mehrere Bilder zum Wischen) erreichen dort meist mehr Menschen als einzelne Fotos.

Facebook erreicht viele Stammkund:innen und eignet sich gut für Veranstaltungen und lokale Neuigkeiten.

Das Google-Unternehmensprofil wird oft vergessen, ist aber der Kanal mit der höchsten Kaufabsicht: Wer in Deiner Stadt nach einem Reisebüro sucht, sieht Deine Beiträge direkt neben Öffnungszeiten und Bewertungen.

Tipp: Telefonnummern gehören bei Google in den Knopf oder ins Profil, nicht in den Beitragstext, sonst kann Google den Beitrag ablehnen.

Weitere Kanäle wie TikTok, Pinterest oder LinkedIn lohnen sich, wenn Du dort eine klare Zielgruppe hast und regelmäßig liefern kannst. Lieber zwei Kanäle gut als fünf halb.

Wie oft solltest Du posten?

Für die meisten Reisebüros sind drei Beiträge pro Woche ein guter Start. Ein einfacher Wochenplan:

Beispiel-Wochenplan
3 Beiträge
  • Montag
    ein konkretes Angebot
  • Mittwoch
    ein Tipp aus eigener Erfahrung oder ein Team-Beitrag
  • Freitag
    Inspiration fürs Wochenende, gern als Reel

Dazu Stories, wann immer im Büro etwas passiert. Entscheidend ist nicht die perfekte Zahl, sondern dass Du sie durchhältst – auch in der Hochsaison, wenn im Büro am meisten los ist.

Was Du besser lässt

So sparst Du Zeit

Der größte Zeitfresser ist nicht das Posten, sondern das Nachdenken: Was poste ich, woher nehme ich Bild und Text? Drei Hebel helfen:

  1. Themen im Blick behalten. Ein Themenkalender mit Schwerpunkten pro Monat nimmt Dir die tägliche Ideensuche ab.
  2. Aus Quellen arbeiten. Angebotsseiten, Veranstalter-PDFs und Hotelbeschreibungen enthalten die Fakten schon. Daraus einen Beitrag zu machen, geht schneller als von null zu starten.
  3. Abgeben, was Du nicht selbst machen musst. Viele Büros lassen die Grundversorgung mit Beiträgen erledigen und posten selbst nur, was persönlich ist.

Bei eniyan gibt es beides: Mit eniyanSPLASH erstellt unser Team laufend aktuelle Beiträge im Look Deines Büros, gibt sie frei und veröffentlicht sie auf Facebook, Instagram und in Deinem Google-Unternehmensprofil. Mit SPLASH Studio, derzeit in der Pilotphase, machst Du aus einem Link, einem PDF oder ein paar Stichworten in fünf Schritten selbst einen fertigen Beitrag – und es kommt nur hinein, was in der Quelle steht.

Checkliste zum Mitnehmen

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Reisebüro auf Social Media posten?

Für die meisten Reisebüros sind drei Beiträge pro Woche ein guter Start, ergänzt um Stories. Wichtiger als die Zahl ist, dass Du sie das ganze Jahr durchhältst.

Welche Plattform ist für Reisebüros am wichtigsten?

Instagram für Inspiration und jüngere Zielgruppen, Facebook für Stammkund:innen und Veranstaltungen und das Google-Unternehmensprofil für Menschen, die gerade ein Reisebüro in ihrer Nähe suchen. Lieber zwei Kanäle gut bespielen als fünf halb.

Darf ich Bilder vom Veranstalter oder Hotel verwenden?

Nur, wenn die Nutzungsbedingungen das für Social Media erlauben. Fotos aus Katalogen oder dem Internet sind nicht automatisch freigegeben. Im Zweifel eigene oder lizenzierte Bilder nutzen.

Darf ich Preise in Beiträgen nennen?

Ja, aber vollständig. Gegenüber Privatkund:innen gelten die Regeln der Preisangabenverordnung, in der Regel mit Gesamtpreis. Das ist keine Rechtsberatung; im Zweifel beim Verband oder bei einer Rechtsberatung nachfragen.

Was funktioniert besser: eigene Beiträge oder fertige Inhalte?

Die Mischung. Fertige Inhalte sichern die Regelmäßigkeit, eigene Beiträge mit Team, Tipps und Veranstaltungen machen Deinen Kanal unverwechselbar.

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